Du willst eine Schweizer GmbH gründen — aber du wohnst nicht in der Schweiz, oder du bist Ausländer ohne Schweizer Pass. Geht das? Ja, absolut. Die Schweiz empfängt ausländische Unternehmer mit offenen Armen — aber mit einem klaren rechtlichen Rahmen.
Zwei Dinge machen die Gründung für Ausländer anders als für Schweizer:
- Die Wohnsitzpflicht: Mindestens eine Person mit Schweizer Wohnsitz muss die Gesellschaft vertreten können.
- Die Bankhürde: Ein Kapitaleinzahlungskonto zu eröffnen ist für Nichtresidenten deutlich schwieriger als für CH-Ansässige.
Dieser Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, wie du diese Hürden überwindest — ob du EU-Bürger mit Aufenthaltsbewilligung bist, oder komplett von ausserhalb der Schweiz gründen willst.
Firma gründen ohne Schweizer Wohnsitz — was wirklich gilt (Stand: Oktober 2026)
- Gründen darf jede Person, unabhängig von Nationalität und Wohnsitz. Das Gesetz verlangt nur: Die Gesellschaft muss durch mindestens eine Person mit Wohnsitz in der Schweiz vertreten werden können (GmbH: Art. 814 Abs. 3 OR · AG: Art. 718 Abs. 4 OR).
- Diese Person muss nicht Gesellschafterin sein — eine zeichnungsberechtigte Geschäftsführerin oder ein Direktor mit CH-Wohnsitz genügt.
- Davon zu trennen ist die Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung: Wer selbst in der Schweiz arbeiten will, braucht sie je nach Herkunft (EU/EFTA vs. Drittstaat) — die Firmengründung selbst löst kein Aufenthaltsrecht aus.
- Das Kapitaleinzahlungskonto verlangt eine Bank-Identifikation; ohne CH-Wohnsitz ist die Kontoeröffnung der zeitkritischste Schritt der Gründung.
Wer gilt als "Ausländer" in diesem Kontext?
In diesem Leitfaden unterscheiden wir drei Gruppen:
- Gruppe A — In der Schweiz wohnhafte Ausländer: EU/EFTA-Bürger oder Drittstaatler mit gültiger Aufenthaltsbewilligung (B oder C), die hier wohnen und gemeldet sind — sie haben in der Regel Wohnsitz in der Schweiz. Die Gründung läuft nahezu identisch ab wie für Schweizer. Ausnahme: Drittstaatsangehörige mit Aufenthaltsbewilligung B brauchen eine Bewilligung, wenn sie selbständig erwerbstätig werden wollen (Art. 38 Abs. 3 AIG).
- Gruppe B — EU/EFTA-Bürger ohne CH-Wohnsitz: Wohnen im EU-Ausland, wollen aber eine CH-Gesellschaft gründen. Brauchen eine Person mit CH-Wohnsitz, die als Geschäftsführer oder Direktor für die Gesellschaft zeichnen kann — ein Gesellschafter mit CH-Wohnsitz allein genügt nicht.
- Gruppe C — Drittstaatler ohne CH-Wohnsitz: Nicht-EU/EFTA-Staatsangehörige, die ausserhalb der Schweiz leben. Für die Vertretung gilt dasselbe wie für Gruppe B; Banken klären die Herkunft der Mittel oft besonders genau ab.
Je nach Gruppe gelten unterschiedliche Hürden. Gruppe A hat praktisch keine Sonderregeln. Gruppe B und C brauchen eine vertretungsberechtigte Person mit Wohnsitz in der Schweiz.
Die Wohnsitzpflicht: Art. 814 Abs. 3 / 718 Abs. 4 OR
Das Schweizer Obligationenrecht schreibt vor: «Die Gesellschaft muss durch eine Person vertreten werden können, die Wohnsitz in der Schweiz hat» (GmbH: Art. 814 Abs. 3 OR, AG: Art. 718 Abs. 4 OR).
Das bedeutet: Die GmbH kann problemlos Gesellschafter haben, die im Ausland wohnen. Auch die Mehrheitsbeteiligung kann im Ausland liegen. Aber mindestens eine Person muss:
- Wohnsitz in der Schweiz haben (angemeldet)
- Rechtsgültig für die GmbH zeichnen können (d.h. als Geschäftsführer oder Direktor im Handelsregister eingetragen — eine Prokura genügt nicht)
- Einzelunterschrift haben — oder Kollektivunterschrift zu zweit, wenn auch die zweite zeichnende Person in der Schweiz wohnt (Praxismitteilung EHRA 1/15)
Diese Person kann ein Mitgründer sein, ein angestellter Geschäftsführer, oder ein professioneller Swiss Representative.
Der Swiss Representative — wer, was, wie viel?
Ein Swiss Representative ist eine natürliche Person mit Wohnsitz in der Schweiz, die im Handelsregister als zeichnungsberechtigter Geschäftsführer oder Direktor deiner GmbH eingetragen wird. Nicht zu verwechseln mit dem Domizilhalter, der deiner Firma nur die Adresse gibt.
Wer kann Swiss Rep sein?
- Eine natürliche Person mit CH-Wohnsitz (Freund, Bekannter, Treuhänder)
- Ein professioneller Swiss Rep Service (Anwaltskanzlei, Treuhand, spezialisierter Anbieter)
Wichtig: Der Swiss Rep übernimmt eine echte rechtliche Verantwortung. Er ist im Handelsregister eingetragen und kann persönlich für bestimmte Handlungen der Gesellschaft haftbar gemacht werden. Professionelle Anbieter haben daher hohe Anforderungen an ihre Kunden (Due Diligence, regelmässige Reporting-Pflichten).
Kosten Swiss Representative: Einen gesetzlichen Tarif gibt es nicht. Professionelle Anbieter verlangen eine jährliche Gebühr, die vom Haftungsrisiko und vom Umfang abhängt (nur Vertretung oder zusätzlich Adresse und Buchhaltung) — hol mehrere Offerten ein.
Bei Floow: Der VR-Sitz mit Schweizer Wohnsitz (geplant) ist heute nicht buchbar — die Schweizer Vertretung organisierst du deshalb selbst. Für die Adresse gibt es eine c/o-Geschäftsadresse in Baar (Kanton Zug; CHF 109/Monat zusätzlich zum Core-Abo, kein Handelsregister-Sitz) und ein Rechtsdomizil mit Sitz in Baar (CHF 500/Monat, nur nach Qualifikationsprüfung für einmalig CHF 200, Abrechnung ab dem Handelsregister-Eintrag).
Gründung als EU/EFTA-Bürger mit B-Ausweis
Du bist EU/EFTA-Bürger und lebst bereits in der Schweiz mit B-Ausweis? Dann gelten für dich kaum Sonderregeln.
- Du kannst als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen werden.
- Dein B-Ausweis muss gültig sein — und du bist verantwortlich, ihn rechtzeitig zu verlängern. Ein abgelaufener Ausweis führt zu Problemen im Handelsregister.
- Du darfst in der Schweiz arbeitstätig sein — der B-Ausweis berechtigt zur Erwerbstätigkeit.
- Kein Swiss Rep nötig.
Praktischer Tipp: Für die Bankkontoöffnung musst du trotzdem alle KYC-Anforderungen erfüllen. Identitätsdokument + Wohnsitznachweis in der Schweiz (Wohnsitzbestätigung der Gemeinde).
Gründung als Drittstaatler ohne CH-Wohnsitz
Du willst eine Schweizer GmbH gründen, lebst aber ausserhalb der Schweiz und bist kein EU/EFTA-Bürger? Das ist möglich, aber aufwendiger.
Was du brauchst:
- Einen Swiss Representative (zwingend)
- Einen Firmensitz in der Schweiz (Rechtsdomizil)
- Ein Kapitaleinzahlungskonto bei einer Bank, die Nichtresidenten akzeptiert
- Vollständige KYC-Dokumentation (Ausweis, Herkunftsnachweis der Einlage, evtl. Video-KYC)
Was du nicht brauchst (für die Gründung):
- Keinen Schweizer Pass
- Kein Visum für die Gründung selbst — Notartermin und Unterschriften gehen mit beglaubigter Vollmacht (im Ausland beglaubigt: in der Regel mit Apostille)
- Keinen persönlichen Besuch beim Notar (mit beglaubigter Vollmacht möglich; eine Video- oder E-ID-Beurkundung gibt es nicht)
Was du klären solltest (vor der Gründung):
- Willst du in der Schweiz physisch tätig sein? → Arbeitsbewilligung prüfen
- Willst du dir ein Gehalt aus der GmbH zahlen? → davon hängen deine Steuer- und Sozialversicherungspflicht in der Schweiz ab
- Gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen der Schweiz und deinem Wohnsitzland?
Kapitaleinzahlungskonto für Nichtresidenten
Das Kapitaleinzahlungskonto ist für die GmbH-Gründung zwingend: Du musst die CHF 20'000 Stammkapital (Art. 773 OR) auf ein gesperrtes Konto einzahlen, bevor der Notar die Gründung beurkunden kann. Für das Sperrkonto und die Kapitalbestätigung verlangen Banken von nichts bis zu einigen hundert Franken — bei vertieften Abklärungen auch mehr.
Das Problem: Viele Schweizer Banken öffnen keine Konten für Nicht-Residenten — oder verlangen aufwendige Dokumentation und lange Wartezeiten.
Optionen für Ausländer:
- Fintech mit FINMA-Fintech-Bewilligung (z. B. Relio): Keine Bank, darf aber Kapitaleinzahlungsbestätigungen ausstellen. Digitaler Prozess mit Video-Identifikation. Ob Gründer ohne CH-Wohnsitz angenommen werden, entscheidet der Anbieter im Einzelfall — frag vor dem Antrag nach.
- Klassische Banken (z. B. Kantonalbanken, PostFinance): Bieten Kapitaleinzahlungskonten an; ob sie Gründer ohne CH-Wohnsitz annehmen, entscheiden sie im Einzelfall. Wohnst du bereits in der Schweiz, ist die Bank an deinem Wohnort oft der einfachste Weg.
Nach der Gründung: Das Stammkapital wird freigegeben und ins Betriebskonto der GmbH überführt. Du kannst ein separates Betriebskonto bei einer anderen Bank eröffnen.
KYC: erhöhte Anforderungen für Ausländer
KYC steht für "Know Your Customer" — die gesetzliche Pflicht von Banken und Treuhändern, ihre Kunden zu identifizieren. Das Schweizer Geldwäschereigesetz (GwG) schreibt erhöhte Sorgfalt bei bestimmten Kundengruppen vor.
Für ausländische GmbH-Gründer bedeutet das:
- Identifikation: Gültiger Reisepass oder nationale ID-Karte.
- Wohnsitznachweis: Aktuelles Dokument mit Name und Adresse (Stromrechnung, Behördenbrief).
- Mittelherkunft: Für die CHF 20'000 Stammkapital kann die Bank einen Nachweis verlangen, woher das Geld stammt. Kontoauszug, Gehaltsnachweis oder ähnliches.
- PEP-Erklärung: Bist du eine "politisch exponierte Person" (Regierungsmitglied, Richter, hoher Militäroffizier)? Wenn ja: deutlich aufwendigerer Prozess.
- Video-KYC: Viele Banken führen den KYC via Videocall durch (kein persönlicher Besuch nötig).
Zeitaufwand: Rechne bei KYC als Nichtresident mit mehreren Wochen. Das beeinflusst deinen Gründungszeitraum.
Arbeitsbewilligung und Aufenthalt
Achtung: Das Gründen einer Schweizer GmbH gibt dir kein automatisches Recht, in der Schweiz zu arbeiten oder zu leben.
EU/EFTA-Bürger: Dank Personenfreizügigkeitsabkommen berechtigt zur Erwerbstätigkeit in der Schweiz. Anmeldung bei der Gemeindeverwaltung und Beantragung der Aufenthaltsbewilligung B nötig.
Drittstaatler: Wesentlich restriktiver. Bewilligungen für Erwerbstätige aus Drittstaaten sind kontingentiert. In der Regel kommen in Frage:
- Führungskräfte, Spezialisten und andere qualifizierte Arbeitskräfte (Art. 23 AIG)
- Selbständige, deren Tätigkeit im gesamtwirtschaftlichen Interesse liegt und die eine ausreichende Existenzgrundlage haben (Art. 19 AIG)
Ohne Kontingent arbeiten dürfen dagegen z. B. Ehepartner von Schweizerinnen und Schweizern (Familiennachzug, Art. 42 AIG).
Wichtig: Die Arbeitsbewilligung ist separat von der Gründung. Du kannst eine Schweizer GmbH gründen und kontrollieren, ohne in der Schweiz angestellt zu sein — aber wenn du operativ tätig bist und ein Gehalt beziehst, brauchst du eine Bewilligung.
Schritt-für-Schritt: Gründungsablauf für Ausländer
- Schritt 1 — Swiss Representative sichern: Finde eine Person mit CH-Wohnsitz oder beauftrage einen professionellen Swiss Rep Service. Dieser Schritt muss zuerst erledigt sein.
- Schritt 2 — Firmensitz und Adresse: Deine GmbH braucht ein Rechtsdomizil in der Schweiz. Floow bietet ein Rechtsdomizil mit Sitz in Baar (CHF 500/Monat, nur nach Qualifikationsprüfung für einmalig CHF 200, Abrechnung ab dem Handelsregister-Eintrag); die c/o-Geschäftsadresse in Baar (CHF 109/Monat zusätzlich zum Core-Abo) ist eine Postadresse, kein Handelsregister-Sitz.
- Schritt 3 — Firmenname prüfen: Floows Namenscheck fragt das Handelsregister (Zefix) live ab und führt per Direktlink zur Marken-Suche (Swissreg) und zur Domain.
- Schritt 4 — Statuten vorbereiten: Gesellschaftszweck, Stammkapital, Organe definieren. Donna, die KI-Assistentin von Floow, erstellt dir einen Statuten-Entwurf; die fertigen Gründungsdokumente gibt es mit dem Core-Abo (CHF 29/Monat).
- Schritt 5 — KYC und Kapitaleinzahlungskonto: Bank auswählen, KYC-Dokumente einreichen (mehrere Wochen einplanen), CHF 20'000 Stammkapital einzahlen.
- Schritt 6 — Notartermin: Mit beglaubigter Vollmacht möglich (im Ausland beglaubigt: in der Regel mit Apostille) — persönliches Erscheinen ist dann nicht nötig. Notar beurkundet die Gründung.
- Schritt 7 — Handelsregistereintrag: Notar reicht beim Handelsregisteramt ein. Wie lange das Amt braucht, ist kantonal unterschiedlich; mit dem Eintrag ist die GmbH rechtsfähig (Art. 779 OR).
- Schritt 8 — Post-Gründung: Anmeldung bei der Ausgleichskasse, sobald die GmbH Löhne zahlt, MWST-Prüfung, Betriebskonto eröffnen, Buchhaltungssoftware einrichten.
Häufige Fragen zur Firmengründung als Ausländer
Kann ich eine Schweizer GmbH gründen, ohne in der Schweiz zu wohnen?
Ja — aber mit einer wichtigen Bedingung: Die GmbH muss durch eine Person mit Wohnsitz in der Schweiz vertreten werden können, und zwar durch einen Geschäftsführer oder Direktor (Art. 814 Abs. 3 OR; bei der AG ein Verwaltungsratsmitglied oder Direktor, Art. 718 Abs. 4 OR). Diese Person nennt man oft "Swiss Representative". Hast du niemanden mit CH-Wohnsitz, musst du jemanden dafür beauftragen.
Was ist ein Swiss Representative und was kostet er?
Der Swiss Representative ist eine natürliche Person mit Wohnsitz in der Schweiz, die im Handelsregister als zeichnungsberechtigter Geschäftsführer oder Direktor deiner GmbH eingetragen ist — mit Einzelunterschrift oder mit Kollektivunterschrift zu zweit zusammen mit einer weiteren Person mit CH-Wohnsitz. Einen gesetzlichen Tarif gibt es nicht: Professionelle Anbieter verlangen eine jährliche Gebühr, die vom Haftungsrisiko und vom Umfang abhängt. Floow bietet diese Vertretung heute nicht an: Der VR-Sitz mit Schweizer Wohnsitz (geplant) ist noch nicht buchbar.
Kann ein EU-Bürger mit B-Ausweis in der Schweiz eine GmbH gründen?
Ja. Ein EU/EFTA-Bürger mit Aufenthaltsbewilligung B oder Niederlassungsbewilligung C, der hier wohnt und gemeldet ist, hat in der Regel Wohnsitz in der Schweiz. Er kann als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen werden, kein Swiss Rep nötig. Wichtig: Der B-Ausweis muss gültig sein und verlängert werden.
Wie eröffne ich als Ausländer ein Kapitaleinzahlungskonto?
Das ist oft der schwierigste Teil: Viele Schweizer Banken eröffnen für Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz nur zurückhaltend Konten. Frag gezielt nach einem Kapitaleinzahlungskonto für Gründer ohne CH-Wohnsitz — bei klassischen Banken oder bei einem Fintech mit FINMA-Fintech-Bewilligung, das Kapitaleinzahlungsbestätigungen ausstellen darf (z. B. Relio). KYC ist immer Pflicht: Identitätsdokument + Nachweis Wohnsitz im Ausland + Informationen zur wirtschaftlich berechtigten Person.
Muss ich in der Schweiz ein Visum haben, um eine GmbH zu gründen?
Nicht für die Gründung selbst — die kann per Vollmacht delegiert werden. Aber: Wenn du als Geschäftsführer tätig sein und in der Schweiz arbeiten willst, brauchst du eine Arbeitsbewilligung. EU/EFTA-Bürger: relativ einfach (Personenfreizügigkeit). Drittstaatler: erheblich schwieriger — Kontingente, Qualifikationsanforderungen.
Welche erhöhten KYC-Anforderungen gelten für Nichtresidenten?
Schweizer Banken und Treuhänder müssen nach dem Geldwäschereigesetz (GwG) Geschäftsbeziehungen mit erhöhtem Risiko genauer abklären — ein Wohnsitz im Ausland ist dabei ein typisches Risikokriterium. Das bedeutet: vollständige Identifikation via Video-KYC oder persönlich, Nachweis der Mittelherkunft, Angaben zu PEP-Status (Politically Exposed Person). Der Prozess dauert länger — rechne mit mehreren Wochen.
Zahlt meine Schweizer Firma automatisch Schweizer Steuern, wenn ich sie aus dem Ausland führe?
Die Schweiz besteuert eine GmbH mit Sitz in der Schweiz grundsätzlich unbeschränkt (Art. 50 DBG: Sitz oder tatsächliche Verwaltung in der Schweiz). Führst du sie aber faktisch aus Deutschland, kann Deutschland sie zusätzlich als dort ansässig behandeln. Welcher Staat dann besteuert, regelt das Doppelbesteuerungsabkommen, meist nach dem Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung. Kläre deine Struktur deshalb mit einer Steuerfachperson in deinem Wohnsitzland. Wir versprechen dir keine Steuervorteile, sondern eine saubere Struktur.
Muss ich für eine Schweizer Firmengründung Schweizer sein oder in der Schweiz wohnen?
Nein. Gründen darf jede Person, unabhängig von Nationalität und Wohnsitz. Das Gesetz verlangt nur, dass die Gesellschaft durch mindestens eine Person mit Wohnsitz in der Schweiz vertreten werden kann (GmbH: OR Art. 814 Abs. 3, AG: OR Art. 718 Abs. 4) — diese Person muss nicht Gesellschafterin sein.